fotobuch „entdeckungen“ von karl-friedrich kuhnt

…dieses mal keine fotos von mir, sondern von einem großartigen fotografen aus hamburg in dem von mir herausgegeben schwarzweiss fotobildband

… es ist nun schon eine ganze Weile her, als mir mein Freund Karl-Friedrich Kuhnt davon erzählte, dass er bereits während seiner Ausbildungszeit als Bildjournalist für die örtliche Tagespresse wie z.B. den Kölner Stadtanzeiger fotografierte. Weitere Zeit verging, bis er dann mit einigen Kartons und Ordnern zu mir kam, um mir seine „Schätze“ zu zeigen.
Ich war völlig perplex, als ich diese beeindruckenden Aufnahmen sah!
Sensationelle Portraitfotografien, die Geschichten erzählen, perfekt umgesetzt – zum größten Teil mit einer zweiäugigen Rolleiflex. Wer schon einmal, wie ich, versucht hat, mit dieser 6×6 Kamera mit seitenverkehrtem Lichtschachtsucher den richtigen Augenblick scharf abzubilden, weiss, das dieses schon ein großes Können voraussetzt.
Bei der Durchsicht der originalen Negativstreifen fiel mir auch auf, dass höchstens 1-2 Fotos pro Motiv aufgenommen wurden – da musste gleich alles stimmen, denn Filmmaterial war teuer und der Belichtungsmesser „saß im Kopf“.
Menschen bei der Arbeit, in der Freizeit, im geteilten Berlin – emotionale Portraits – alles genial umgesetzt. Stets eindringlich, authentisch und mitten aus dem Leben – aber immer von hervorragender Qualität und Intensität. Kompositionen in schwarz/weiß, die von der außergewöhnlichen Gabe von Karlfried zeugen, auf Menschen zuzugehen oder auch zeitweise unbemerkt besondere Momente festzuhalten. Die Arbeiten haben viel mehr als einen dokumentarischen Wert. Den springenden Wasserschutzpolizisten etwa in genau dem richtigen Moment, auf einem fahrenden Schiff zu erwischen – meine Hochachtung! Nichts ist bei den Fotos gestellt – und das alles mit dieser doch recht großen und auf keinem Fall unauffälligen Kamera, bei der von oben durch den Lichtschachtsucher das Motiv gewählt wird. Entfernungen wurden von Hand manuell eingestellt, kein schneller Autofokus oder automatischer Belichtungsmesser wie heute waren vorhanden. Hinter den großen Fotografen des vergangenen Jahrhunderts wie etwa Henri Cartier-Bresson oder Vivian Meyer braucht Karlfried sich meines Erachtens nicht zu verstecken. Heute, in Zeiten der wieder angesagten Streetfotografie, ist es für viele sicher interessant und faszinierend, seine historischen Bilder anzuschauen.
Es ist ein großes Glück, dass Karlfried seiner großen Passion, der Fotografie, immer treu geblieben ist, um sein besonderes Talent auszuleben und dass er seine schöpferische Kraft nie verloren hat!
So bin ich stolz darauf, diesen Künstler an der Kamera zu kennen und seine Werke hiermit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.
In diesem Sinne wünsche ich allen Betrachtern viel Freude dabei!

Idee und Text: Ulrich Niehoff und Anke Schröder-Niehoff

 A4 30x21cm, hardcover buch, 76 seiten, schwarzweiss druck auf 170gr. naturpapier,
24 euro + versand

hier in meinem onlineshop erhältlich  – oder direkt bei mir abholen und die versandkosten sparen

 

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